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Tour de San Luis - Moritz geht mit Spitze über den Berg

Moritz Milatz
6. Etappe
Etappenskizze
Verpflegung
Begleitfahrzeug
Begleitfahrzeug
Begleitfahrzeug
7. Etappe
Auf der schweren, vorletzten Etappe, von Quines nach Merlo/Mirador del Sol über 150,0 Kilometer, gewann der Spanier Luis Mate und bescherte damit seinem Androni-Giocattoli-Team den insgesamt dritten Tageserfolg. Spitzenreiter Vincenzo Nibali (Liquigas) gehörte ebenfalls zur Fluchtgruppe und überquerte als Dritter die Ziellinie. Vor der Schlussetappe am Sonntag hat der Italiener somit immer noch fast eine halbe Minute Vorsprung und sollte sich den Gesamtsieg nicht mehr nehmen lassen. Bärenstark einmal mehr, Mountainbiker Moritz Milatz (Deutsches Nationalteam), der nur eine Sekunde hinter dem Dänen Michael Rasmussen (Miche) und 14 Sekunden hinter dem Sieger, dass Ziel erreichte. Im entscheidenden Schlussanstieg, bildete sich nach einer ersten Attacke vom Kolumbianer Jose Serpa, die entscheidende Gruppe mit allen Favoriten, darunter die vier Androni-Fahrer, Nibali und auch Moritz Milatz, der in der Gesamtwertung nun wieder auf Platz 20 vorrückte und damit seit der zweiten Etappe, ununterbrochen bester Deutscher Fahrer ist.

Moritz Milatz schildert uns seinen Husarenritt:
"Heute war wieder ein langer, dafür aber sehr erfolgreicher Tag. Nachdem wir gestern schon sehr spät von der Etappe ins Hotel kamen, ging es heute morgen gleich um 10:00 Uhr weiter. Mit Bussen wurden wir ins 150 Kilometer entfernte Quines transportiert, wo uns ein leicht bedeckter Himmel, jedoch warme Temperaturen erwarteten. Gestartet wurde heute ohne Neutralisation, sodass eine mehrköpfige Gruppe diese Chance gleich nutzte und sich auf und davon machte. Ich war noch müde vom vorigen Tag, daher kam mir dieser frühe Versuch sehr gelegen, denn so hatten wir bereits nach zehn Minuten Ruhe im Feld und konnten ein gleichmäßiges Tempo anschlagen."

Gut eingerollt, attackiert Moritz mit der Spitze im Schlussanstieg
"Und wieder stand für den heutigen Tag eine Bergankunft an. Doch zu Beginn der Etappe wollten meine Beine viel, aber nicht wirklich schnell Radfahren. Geschlossen fuhr das Hauptfeld noch über den ersten Berg hinweg. Die Gruppe vorne, hatte zwischenzeitlich knapp neun Minuten Vorsprung. Dennoch kein Problem, denn die Mannschaft Liquigas hatte das Tempo fest im Griff und fing rechtzeitig an, wieder die Lücke zu schließen. Meine Teamkollegen kümmerten sich sehr gut um mich, vor allem Marcel Kalz fuhr mich immer wieder nach vorne ins Feld. So kam ich dann auch in guter Position am Fuße des 'Mirador del Sol' an und merkte, dass es mir eigentlich doch gar nicht so schlecht ging, wie ich anfangs befürchtete. 660 Höhenmeter auf etwa sechs Kilometern Länge, an den steilsten Stellen bis 16 Prozent steil, galt es nun schnellstmöglich zu überwinden."

Das Ziel kam früher als von Moritz gedacht
"Ich konnte das Tempo der Spitzenleute nun gut mitgehen und musste erst kurz vor dem Ziel die Schnellsten ziehen lassen. Leider fehlte auf dem letzten Kilometer die Beschilderung, sodass ich nicht genau wusste, wie weit es noch bis ins Ziel war. Viel kürzer als gedacht, denn sonst hätte ich den vor mir fahrenden Ex-Mountainbiker Rasmussen noch versucht zu überholen. Aber auch als Achter, mit diesen ausgewiesenen Top-Kletterern über den Berg zu kommen, macht mich stolz und glücklich. In den bereits beschriebenen Luxusreisebussen, traten wir dann die lange Rückreise nach San Luis an, wo wir um 22:00 Uhr, endlich im Hotel ankamen."

Auf der morgigen Schlussetappe alles in italienischer Hand?
Sollte man annehmen dürfen, nach dem Auftreten von Liquigas auf den letzten Etappen. Denn auch wenn das Etappenprofil auf der Schlussetappe wild und gezackt aussieht, ist kaum damit zu rechnen, dass die italienische Equipe auf dieser letzten Etappe, den Kolumbianer Jose Serpa, oder den Spanier Rafael Valls noch fahren werden lassen. Das bedeutet aber womöglich auch einen hektischen Rennverlauf, bei dem Moritz Milatz nochmals alle Konzentration zusammennehmen muss, um sein ausgezeichnetes Abschneiden - wohlgemerkt im Winter, außerhalb der Saison - erfolgreich zum Abschluss zu bringen.


Michael Veit
www.moritz-milatz.de

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6. Etappe: Quines - Merlo / Mirador del Sol (150,0 km)
1. Luis Mate (Esp) Androni-Giocattoli 4:01:34
2. Jose Serpa (Col) Androni-Giocattoli
3. Vincenzo Nibali (Ita) Liquigas-Doimo
4. Jackson Rodriguez (Ven) Androni-Giocattoli 0:00:03
5. Rafael Valls (Esp) Footon-Servetto-Fuji 0:00:06
6. Carlos Ochoa (Ven) Androni-Giocattoli 0:00:10
7. Michael Rasmussen (Den) Miche 0:00:13
8. Moritz Milatz (GER) Deutschland 0:00:14
9. Robert Kiserlovski (Cro) Liquigas-Doimo 0:00:15
10. Ignacio Pereyra (Arg) Argentinien 0:00:23
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57. Philipp Mamos (GER) Nutrixxion-Sparkasse
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63. Kim Lachmann (GER) Nutrixxion-Sparkasse
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78. Stefan Schafer (GER) Deutschland
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86. Sergej Fuchs (GER) Nutrixxion-Sparkasse 0:09:31
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93. Henning Bommel (GER) Deutschland
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110. Marcel Kalz (GER) Deutschland
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120. Dirk Muller (GER) Nutrixxion-Sparkasse
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122. Robert Bengsch (GER) Deutschland
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127. Sebastian Forke (GER) Nutrixxion-Sparkasse 0:14:47

Gesamtwertung nach sechs Etappen:
1. Vincenzo Nibali (Ita) Liquigas-Doimo 22:00:01
2. Jose Serpa (Col) Androni-Giocattoli 0:00:28
3. Rafael Valls (Esp) Footon-Servetto-Fuji 0:01:19
4. Ignacio Pereyra (Arg) Argentinien 0:01:37
5. Santiago Botero (Col) Kolumbien 0:02:15
6. Jackson Rodriguez (Ven) Androni-Giocattoli
7. Jorge Giacinti (Arg) Scott - Marcondes Cesar Sao Jose Dos Campos
8. Michael Rasmussen (Den) Miche 0:02:16
9. Arnols Alcolea (Cub) Kuba 0:02:37
10. Carlos Ochoa (Ven) Androni-Giocattoli 0:03:45
20. Moritz Milatz (GER) Deutschland 0:06:56
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43. Philipp Mamos (GER) Nutrixxion-Sparkasse 0:16:54
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63. Stefan Schafer (GER) Deutschland 0:22:43
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76. Sergej Fuchs (GER) Nutrixxion-Sparkasse 0:26:40
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79. Kim Lachmann (GER) Nutrixxion-Sparkasse 0:27:30
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86. Crischa Janorschke (GER) Nutrixxion-Sparkasse 0:31:19
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89. Henning Bommel (GER) Deutschland 0:32:21
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110. Robert Bengsch (GER) Deutschland 0:41:38
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112. Marcel Kalz (GER) Deutschland 0:42:49
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119. Dirk Muller (GER) Nutrixxion-Sparkasse 0:44:25
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125. Sebastian Forke (GER) Nutrixxion-Sparkasse 0:55:49