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Hin und Her - Trainingsgelände der besonderen Art

Moritz Milatz
Hotel "la merced del alto"
BDR-Trainingsgruppe
BDR-Trainingsgruppe
Rollen bis zum Horizont
Die Trainingsgruppe um Moritz Milatz hat sich so langsam eingelebt, in der weiten, aber einsamen Berglandschaft der argentinischen Anden. Die kleine Provinzstadt Cachi - der Trainingsstandort des Teams - liegt in einem von Bergzügen eingerahmten Hochtal, im Nordwesten, wobei das Hotel, "la merced del alto", dass der BDR-Trainingsgruppe als Unterkunft dient, nochmals zwei Kilometer außerhalb Cachis liegt, sodass Begriffe wie Ruhe und Abgeschiedenheit, hier kein Fremdwort darstellen, sondern das geografisch gegebene Prinzip!

Das Internet beherrscht inzwischen auch die abgeschiedene Welt
Der Tagesablauf hier - am geschätzten Ende der Welt - weißt schon einen sehr viel anderen Rhythmus auf, als das die Jungs sonst so gewohnt sind. "Es ist eine sehr beindruckende und weitläufige Landschaft, die die sonst gewohnten Dimensionen sprengt. Meine Hauptbeschäftigung nach dem Training besteht darin, per Internet Kontakt zur Außenwelt zu halten, was in unserem Hotel auch technisch sehr gut funktioniert, so Moritz Milatz. Das Essen und die Unterbringung sind perfekt und der Hotelpool lädt nach unserem Training zum Entspannen ein. Einige der Bahnfahrer kannte ich ja schon von der "Sachsen-Tour" und mit den Anderen, bin ich sehr schnell klar gekommen. Unser Tagesablauf folgt hier einem klaren Ablauf und noch kommt keine Langeweile auf."

Flach ist hier nur die Flugzeugpiste, erklärt Moritz Milatz
"Für das Training mit dem Rennrad sind die Möglichkeiten hier eigentlich ziemlich eingeschränkt. Es gibt nur eine Straße, die sich asphaltiert in Richtung des Passes windet, über den wir bereits bei unserer Anreise kamen. Allerdings sind die Temperaturen in den Bergen trotz Sommer sehr kalt, sodass wir uns bisher mit all zu langen Klettereien zurückhielten. Zum Fahren in der Ebene dient uns eine ungenutzte Flugzeugpiste kurz außerhalb von Cachi, die mit ihren eineinhalb Kilometern Länge, die einzige Gelegenheit bietet, um flach rollen zu können. Eingerahmt von hohen Bergen rechts und links, absolvieren wir hier auf dieser geraden und horizontlosen Piste, unsere Höhenanpassung. An die Höhe gewöhne ich mich so langsam, obwohl mein Körper mir immer noch klar signalisiert, dass er eigentlich zu wenig Sauerstoff bekommt. Man kann hier auf Schotter auf einen Pass mit 5000 Metern fahren, schade das ich kein Mountainbike dabei habe. Aber mal schauen, ob wir den Fahrer unseres Kleinbuses dazu bewegen können, uns in den nächsten Tagen da hinaufzufahren. Bin gespannt, wie viel Sauerstoff dann noch zum atmen übrig bleibt."


Bis dahin, Euer Moritz Milatz