Moritz Milatz
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Startphase
Fumic und Milatz
Moritz Milatz
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Vor zwei, drei Jahren, wäre ein Platz unter den ersten Dreißig bei einer Weltmeisterschaft noch ein tolles Ergebnis für den 27-jährigen Freiburger Moritz Milatz gewesen. Inzwischen orientieren sich seine Ansprüche aber dank kontinuierlich guter Leistungen, an den zehn Besten der Welt. Umso enttäuschter nahm Moritz Milatz daher sein Abschneiden mit Rang 23 beim Weltmeisterschaftsrennen im australischen Canberra zur Kenntnis. Sein im Vorfeld selbst gestecktes Ziel, in die Top-Ten zu fahren, konnte er heute leider nicht umzusetzen. Es gewann in einem packenden Finish der letztjährige U23 Weltmeister Nino Schurter aus der Schweiz. Mit lediglich drei Sekunden Abstand folgte Olympiasieger Julien Absalon aus Frankreich vor Florian Vogel, ebenfalls Schweiz.
Technisches Pech und wenig Überholmöglichkeiten An was lag es? Sicher war auch eine Portion Pech mit im Spiel, als der Italiener Fontana, gleich nach dem Start im dicht gedrängten Fahrerfeldfeld durch eine 'Welle' (Spur verlassen!) unvorsichtig in Moritz Milatz Vorderrad fuhr. Bis dahin war der Freiburger mit an vorderster Stelle zu finden. Bei diesem Crash wurde der Transponder für die Zeitnahme an Moritz Vorderrad halb abgerissen und zudem so in die Speichen gedrückt, dass er gefährlich schleifte. Um in der Folge ein komplettes Blockieren des Vorderrads zu verhindern, musste Moritz den Transponder schließlich in der technischen Zone entfernen lassen, was ihn wertvolle Zeit und Plätze kostete. Im schönen, aber sehr engen Rennkurs von Canberra, ein gravierender Nachteil, der kaum wieder gut zu machen war. Denn durch den hohen Anteil an 'Singletrails' (enge Pfade!), war im weiteren Verlauf ein Überholen für Moritz nahezu unmöglich! Das war aber leider nur die halbe Wahrheit Denn obwohl sich Moritz am Start noch gut gefühlt hatte, bemerkte der deutsche Nationalfahrer schnell, dass er auf den flachen Passagen nur wenig Druck entwickeln konnte. Und nur dort wäre Möglichkeit zum Überholen gewesen! "Ich hätte heute auch ohne den technischen Defekt keine Chance auf eine vordere Platzierung gehabt", so Moritz Milatz. "Ich fühlte bereits kurz nach dem Start, dass ich körperlich nicht in der Verfassung war, in der ich mich noch in den Tagen zuvor befunden hatte. Besonders auf den Flachpassagen gelang es mir heute überhaupt nicht, Druck auf die Pedale zu bringen. Es sollte wohl heute leider nicht sein und natürlich bin ich maßlos enttäuscht über mein Abschneiden. Ich weiß aber auch nicht, an was es lag!" Wenig Zeit zum Aufarbeiten, der MTB-Zirkus reist weiter! Moritz Milatz muss seine Enttäuschung nun schnell verdrängen und abhaken, den die Saison ist noch nicht zu Ende. Nach einem langen und strapaziösen Rückflug am Dienstag, stehen bereits am nächsten und übernächsten Wochenende, die letzten beiden Worldcuprennen der diesjährigen Saison an. Zuerst geht es nach Champéry in die Schweiz und danach nach Schladming in Österreich. Das bedeutet zwar nochmals eine sehr stressige und dicht gedrängte Zeit, aber auch eine gute Gelegenheit, die bittere Enttäuschung der Weltmeisterschaft, mit einer gelungenen Revanche wieder zu relativieren! Michael Veit www.moritz-milatz.de Ergebnisse Weltmeisterschaften 2009: 1. Nino Schurter (SUI), 2.04.39 2. Julien Absalon (FRA), 2.04.42, +0.03 3. Florian Vogel (SUI), 2.05.37, +0.58 4. José Hermida (ESP), 2.05.37, +0.58 5. Geoff Kabush (CAN), 2.06.43, +2.04 6. Cédric Ravanel (FRA), 2.07.14, +2.35 7. Jean-Christophe Peraud (FRA), 2.07.38, +2.59 8. Todd Wells (USA), 2.07.45, +3.06 9. Jaroslav Kulhavy (CZE), 2.08.01, +3.22 10.Christoph Sauser (SUI), 2.08.24, +3.45 --- 23.Moritz MILATZ (GER), 2:11:15 38.Manuel FUMIC (GER), 2:15:39 |