Trotz eines unverschuldeten Sturzes in der Startphase, gelingt Multivan-Merida-Profi Moritz Milatz mit Rang 15 ein perfekter Einstieg in die Worldcup-Saison 2009. Um Startplatz 30 in's Rennen geschickt, wurde der Freiburger Mountainbike-Profi gleich beim Start unverschuldet von einem Mitkonkurrenten unsanft vom Arbeitsgerät geholt, als dieser ihm seitlich in den Lenker fuhr. Nachdem Moritz seine Knochen und Blessuren gezählt und sein Merida-Hardtail aus dem Durcheinander aufgesammelt hatte, war die Meute logischerweise bereits weit entschwunden. Als viert-letzter Fahrer setzte er zur Aufholjagd an, die ihm letztlich auf einen famosen 15. Platz führen sollte. Ohne diesen Sturz wäre eine Top-Ten-Platzierung für Moritz Milatz bei diesem Rennen sicher vorprogrammiert gewesen!
Moritz schildert seine Eindrücke vom Rennverlauf:
"Nachdem ich meine Erkältung, die mich nach dem Cape Epic-Etappenrennen erwischt hatte überstanden hatte, merkte ich wie meine Form von Tag zu Tag besser wurde und mit Rang 15 beim ersten Worldcup-Rennen habe ich ja nun auch die Bestätigung, dass diese Form des Trainings in Südafrika die ideale Vorbereitung für mich gewesen war. Selbstverständlich war ich nach der langen Zeit heiß auf das erste Rennen der diesjährigen Worldcup-Saison und der Sturz gleich nach dem Start war natürlich sehr ärgerlich, da ich wirklich gute 'Beine' hatte und mental voll auf der Höhe war…"
Ein denkbar schlechter Einstand beim ersten Rennen!
"Doch jetzt mal von Anfang an: Startplatz 32 war unter normalen Umständen keine schlechte Ausgangslage, doch der Startkorridor war sehr eng und ging dazu leicht bergab, bevor es dann links in den ersten Anstieg und kurz darauf ins eigentliche Gelände ging. Unmittelbar nach dem Startschuss kam irgendein 'Kamikaze' von links angeflogen und fädelt zu meinem Entsetzen in meinen Lenker ein. Ich absolvierte daraufhin einen Überschlag und mein Rad wirbelte durch die Luft und einige Fahrer hinter mir flogen anschließend über mich drüber. Okay, gut das war’s, war mein erster Gedanke. Klar wollte ich sofort wieder auf mein Bike springen und nachsetzen, aber mein Hardtail lag irgendwo, so das ich es erst einmal suchen musste. Glücklicherweise hatte das Bike keinen Schaden abgekriegt und ich stieg als viertletzter Fahrer wieder ins Rennen ein."
Überall Stau im winkeligen Kurs von Pietermaritzburg
"Ich fühlte mich wie auf einer überfüllten Autobahn, überall Stau in den 'Singletrails' und damit sehr wenig Überholmöglichkeiten. Ab der zweiten Runde wurde es dann etwas besser und ich fand langsam zu meinen Rhythmus und konnte Platz um Platz gut machen. Als ich dann zwei Runden vor Schluss auf meinem neuen niederländischen Teamkollegen Rudy van Houts aufschließen konnte, half dieser mir und machte für mich eine halbe Runde das Tempo. Ich konnte dadurch bis zum Schluss überholen und war in Anbetracht des Sturzes mit meinem 15. Platz dann auch wirklich sehr zufrieden. Das ist eine sehr gute Ausgangsposition für den nächsten Worldcup in Offenburg in zwei Wochen, meinem gefühlten Heimrennen!"
Der Sieg ist eine große Motivation für unser Team!
Überglücklich bin ich vor allem über den Sieg meines Etappen-Partners José Antonio Hermida. Dieser Sieg ist eine große Motivation für uns alle im Team. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle an ihn und vielen Dank nochmals dafür, dass er das Cape-Epic mit mir ausgehalten und bestritten hat - ich konnte in diesen Tagen sehr viel von ihm lernen! Jetzt bin ich aber froh das es nach langen vier Wochen Südafrika endlich wieder nach Hause geht und freue mich auf mein vertrautes Umfeld und die weitere Saison."