Weiterhin herrscht große Ratlosigkeit bei Moritz Milatz, was seine derzeitige Leistungsfähigkeit betrifft. Nach der gestrigen vierten Etappe schien Entwarnung angebracht, die sich heute im Verlaufe des Rennens so leider nicht bestätigte. Nach eineinhalb Stunden war der Akku bei Moritz bereits wieder aufgebraucht und danach für die restliche Distanz leiden angesagt. Trotz dieser körperlichen Widrigkeiten hofft der Freiburger nach wie vor auf seinen Tag und das dieser bald kommen möge. Nach der heutigen Etappe liegt das Duo weiter auf dem 11. Gesamtrang.
Leidensbericht von Moritz Milatz von der 5. Etappe:
Hallo liebe Fans..., ein weiterer harter Tag liegt hinter mir und heute ging es mir gar nicht gut. Zum Schluss der heutigen Tortur war ich richtig leer und ausgebrannt! Doch der Reihe nach: Am frühen Morgen fühlte ich mich eigentlich noch ganz gut und war auch gut aus dem Bett gekommen. Ich stand am Start mit dem Vorsatz, heute mal länger durchzuhalten als die Tage zuvor! Es ging wie immer am Anfang recht gemächlich los und die Strecke war relativ flach, sodass ich gut meine Beine freifahren konnte. Dann kam der erste Berg des Tages und es wurde schnell im Feld, ich konnte jedoch da noch gut Anschluss halten. Im anschließenden Downhill ließen die zwei Südafrikaner von MTB Energade nach vorne ein Loch reißen.
Der obere Drehzahlbereich stimmt immer noch nicht
Kurz darauf sahen wir das Bulls Team mit Karl Platt und Stephan Sahm, die mit einem Platten am Straßenrand standen. Wir warteten nur kurz, dann war die Reparatur erledigt und José (Hermida) spannte sich vor unsere Gruppe und übernahm die Tempoarbeit. Er 'drückte' im Flachen so auf die Pedale, dass ich das Tempo bei diesem hohen Puls nicht mehr halten konnte und abreißen lassen musste. Meine Kraft die derzeit, warum auch immer nur für eineinhalb Stunden reicht, war verbraucht und ich musste Tempo rausnehmen. Mein Tank war leer und ließ sich auch nicht mehr mit Riegeln oder anderen Kohlehydraten auffüllen.
Der Weg war heute nicht Moritz' Ziel!
Von da an kämpfte ich mich so gut es ging durch. Ich füllte in der letzten Verpflegungszone nochmals meine Wasserflaschen, doch beide waren relativ schnell wieder leer und ins Ziel war es noch eine Ewigkeit. Ein Anstieg kam nach dem anderen und zu allem Überfluss verirrten wir uns auch noch und mussten einen kompletten Anstieg zurückfahren. Wie froh ich war, nach diesem Tag endlich im Ziel zu sein, könnt ihr euch sicher vorstellen. Fazit für heute: Viel Leiden, viel Kampf! Jetzt läuft das Rennen noch zwei Tage und ich hoffe wie gesagt immer noch, dass es mir endlich gelingt, mein normales Leistungsniveau abzurufen.
Viele Grüße, euer müder Moritz!
Cape Epic - Ergebnisse Herren 5. Etappe:
1. Songo.info (Sauser-Stander) 4:50.18,8/Gesamt: 22:00.56,5
2. Trek (Brentjens-Jongewaard) 4:17.05,0 / 21:52.18,4
3. Felt Factory 2 (Lindgen-Kugler) 4:20.00,3 / 22:05.06,9
4. Bulls (Platt-Sahm) 4:21.09,0 / 21:46.45,8
5. MTN Energade (Evans-George) 4:23.20,6 / 22:03.16,6
6. Multivan Merida (Genze-Käß) 4:29.096 / 22:29.19,1
7. Stoeckli-Craft (Zahnd-Huber) 4:32.17,5 / 22:36.44,6
8. Fullimput Clothing (Exelby-Liman) 4:35.17,9 / 24:26.02,3
9. Bulls 2 (Böhme-Dietsch) 4:37.16,2 / 24:45.40,9
10.Topeak-Ergon (Lakata-Nicke) 4:37.19,8 / 23:35.53,2
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18.Multivan Merida (Hermida-Milatz) 4:54.26,1 / 23:40.25,4