Es scheint Besserung in Sicht! Zwar muss der Freiburger immer noch kräftig auf die Zähne beißen, aber alles in allem ging es heute schon sehr viel besser, auch wenn die Frage wie man 1200 Fahrer in die entgegengesetzte Richtung manövriert letztlich noch nicht ganz geklärt ist!
Hallo Fans, hier mein Tagesrückblick für heute:
Meine Beine waren heute insgesamt ein bisschen besser, soweit das Positive an der Sache. Start wieder morgens pünktlich um 7:00 Uhr - zu diesem Zeitpunkt war ich allerdings noch müde und meine Beine auch. Nach 10 Minuten einrollen, hält plötzlich das Führungsfahrzeug an, weil wir falsch geleitet worden sind. Das komplette Feld in der neutralisierten Phase des Rennens mit 1200 Fahrer umdrehen lassen geht so praktisch nicht. Also mussten alle absteigen, in einem Flussbett eine kleine Schleife drehen und dann nach ungefähr einer halben Stunde wieder raus aus dem Flussbett und dann ging es endlich los. Die erste Stunde ging’s im Hauptfeld über wellige 'Dirtroads', hier musste ich in den Wellen bereits ganz schön leiden. Als es dann ins Gelände ging ließ ich gleich reißen und versuchte meinen eigenen Rhythmus zu finden. Wir trafen Christoph Sauser und Burry Stander in der Abfahrt, hielten kurz an und sahen wieder einmal ein komplett zerstörtes Vorderrad, dieses Mal von Burry Stander. Sieht aus wie 'Calzone' meinte José Hermida nur lapidar!
Verspätete Wasserstellen und ein Eil-Express
Kurz darauf hatten wir ein gutes Tempo gefunden und weiter ging es durch welliges Gelände mit vielen kurzen Anstiegen. Die zweite Feedzone kam 20 Kilometer später als eigentlich angegeben, wir hatten aber zum Glück genug Wasser dabei, sodass dieses Malheur kein Problem für uns darstellte. Wir fuhren nun in einer Gruppe mit Manni Heymans aus Namibia und dem führenden Master-Duo und dem Vredestein Team, als plötzlich Sauser und Stander mit doppelter Geschwindigkeit und zwei Tempomachern im Flachen an uns vorbeischossen. Die hatten wahrscheinlich ein neues Vorderrad mit dem Heli bekommen, keine Ahnung wie die das gemacht haben.
(A.d.R.: Das Team Sauser und Stander bekam im Anschluss an die Etappe eine Zeitstrafe von 15 Minuten wegen unerlaubter Hilfestellung von außerhalb!)
Moritz‘ Fazit und Aussichten für morgen
Die letzten 20km ging es nochmal richtig ins Gelände und wir verloren die Gruppe nach hinten. Da die nach der Feedzone auch nicht auf uns gewartet hatten fuhren wir dann jetzt auch weiter. Die letzten Anstiege gingen ganz gut, sodass ich sehr zuversichtlich bin für die nächsten Tage. Fazit: Mein Gefühl heute war heute wesentlich besser als gestern und wir haben heute zudem viel Spaß gehabt (José Hermida hat mir das gerade nochmals bestätigt ;-). Mal sehen was die nächsten Tage bringen.
Euer Moritz
Cape Epic - Ergebnisse Herren 4. Etappe:
1. Team Bulls (Platt-Sahm) 4:32.09,1 / Gesamt: 17:25.36,8
2. Felt Factory 2 (Lindgren-Kugler) 4:32.22,5 / 17:45.06,6
3. Team Bulls 2 (Böhme-Dietsch) 4:32.34,9 / 20:08.24,7
4. Trek (Lukas & Mathias Flückiger) 4:36.03,9 / 18:26.04,9
5. Trek (Brentjens-Jongewaard) 4:37.36,3 / 17:35.13,4
6. MTN Energade (Evans-George) 4:39.24,1 / 17:45.56,0
7. Topeak-Ergon (Lakata-Nicke) 4:40.08,3 / 18:58.33,4
8. Multivan Merida (Genze-Käß) 4:42.34,5 / 18:00.09,5
9. Songo.info (Sauser-Stander) 4:43.30,0 / 17:30.05,7
10.Stoeckli-Craft (Zahnd-Huber) 4:43.30,2 / 18:04.27,1
...
14. Multivan Merida (Hermida-Milatz) 4:53.21,2 / 18:45.59,3