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2. Stage - Cape Epic: Motor läuft eine Stunde Sparflamme

Moritz Milatz
Moritz Milatz
Moritz Milatz
Moritz Milatz
Moritz Milatz
Moritz Milatz
Moritz Milatz
Absa Cape Epic
Eigentlich darf man davon ausgehen, dass ein routinierter Radprofi immer weiß, wann er seine Kohlehydrat-Depots auffüllen muss und wann nicht. Dass dies bei langen Etappenrennen nicht immer zutreffen muss, durfte heute einmal mehr Moritz Milatz erfahren, der zwischen zweieinhalb und dreieinhalb Stunden Fahrzeit ein Leistungsloch hatte und mit Puls 130 auf Reserve dahintuckelte. Nach einer ausgiebigen Essenspause in der dritte 'Feedzone', kamen die verloren gegangenen Pferdestärken dann auch wieder schnell zurück und so konnten Moritz Milatz und José Hermida zum Schluss des Rennens noch mächtig Boden gut machen. Die heutige Etappe war von 110 auf 100 Kilometer verkürzt worden und führte in einer Schleife mit Start und Ziel rund um das gestrige Etappenziel Villiersdorp.

Beine waren anfänglich müde von der langen Etappe gestern
Dennoch kamen die beiden Merida-Fahrer an die große Verfolgergruppe ran, die hinter den Ausreißern vom Team TREK-Brentjens mit der Nachführarbeit beschäftigt war. Im Verlauf der nächsten Wertungsprüfung konnten sich dann Moritz Milatz und José Hermida als 3. Team am Messpunkt, sogar eine zehn Sekunden Zeit-Bonifikationen sichern. Bis dahin lief für die beiden alles wie geschmiert. Dann jedoch kam der Mann mit dem Hammer und Moritz Motor begann mächtig zu stottern. "Bei Puls 130 war einfach Schluss, höher ging der nicht mehr...," so Moritz später am Telefon. "Kurz darauf trafen wir auf das Team Bulls 2 mit Tim Böhme und Thomas Dietsch (Tim & Tom in Fahrerkreisen). Tim Böhme hantierte mit seinem Vorderrad herum, dass er kurz zuvor bei einem glücklicherweise glimpflich verlaufenen Sturz, restlos zerstört hatte. Wir stoppten und versuchten das Vorderrad zu reparieren. Die Felge war gebrochen und auch mit Kabelbindern gab es keine Chance das Laufrad auch nur notdürftig zu reparieren - schade für die Beiden!"

Nach Nahrungszufuhr springt Motor bei Milatz wieder an
"Als wir weiterfuhren, ging bei mir nix! So schleppte ich mich weiter, lies sogar die 'Mastergruppe' passieren und versuchte irgendwie an Josés Hinterrad zu bleiben. Bei der Feedzone 3 holte ich mir dann was zu essen, schob noch einen Powerbar hinterher und zack... plötzlich sprang mein Motor wieder an. Der Puls reagierte wieder und ging auch bis knapp 170 wieder rauf. José kuppelte wieder ein und ich blieb am Hinterrad. Dann holten wir die große Gruppe wieder ein. Den letzten Berg - der uns von vor zwei Jahren bereits bekannt war - kam ich wieder gut hoch, sodass wir trotz allem noch an 9. Stelle ins Ziel kamen. Unsere Teamkollegen Hannes und Jochen fühlten sich heute ein bisschen besser, verloren aber leider wieder Zeit in der Gesamtwertung. Aber noch sind es ja fünf lange und schwere Etappen."

Moritz Zwischenfazit und Ausblick für morgen
Insgesamt bin ich zufrieden. Mein 'Hänger' zwischen Stunde 2,5 und 3,5 hätte nicht sein müssen. Aber irgendwann kommt unser Tag hoffe ich, vielleicht ja schon morgen! Die morgige Etappe führt von Villiersdorp nach Greyton über eine Distanz von 73Kilometer und 1976 Höhenmetern.

Ergebnisse - 2. Etappe: Villiersdorp nach Villiersdorp
1. Christoph Sauser (SUI) - Burry Stander (RSA) / 3:53.48,3
2. Karl Platt (GER) - Stefan Sahm (GER) / 3:56.07,7
3. Emil Lindgren (SWE) - Andreas Kugler (SUI) / 3:56.09,0
4. Kevin Evans (RSA) - David George (RSA) / 3:56.11,8
5. Bart Brentjens (NED) - Chris Jongewaard (AUS) / 3:58.45,5
6. Hannes Genze (GER) - Jochen Kaß (GER) / 4:02.32,1
7. Thomas Zahnd (SUI) - Urs Huber (SUI) / 4:03.33,4
8. Mannie Heymans - Marc Bassingthwaigthe (NAM) / 4:09.09,4
9. José Hermida (SPA) - Moritz Milatz (GER) / 4:17.40,1
10.Kristian Torgersen - Martin Bratland (NOR) / 4:18.43,2

Gesamtwertung Cape Epic 2009 nach Prolog und 2 Etappen
1. Christoph Sauser (SUI) - Burry Stander (RSA) / 9:24.57,6
2. Karl Platt (GER) - Stefan Sahm (GER) / 9:31.22,7
3. Bart Brentjens (NED) - Chris Jongewaard (AUS) / 9:35.59,7
4. Kevin Evans (RSA) - David George (RSA) 9:36.24,5
5. Emil Lindgren (SWE) - Andreas Kugler (SUI) / 9:42.19,1
6. Thomas Zahnd (SUI) - Urs Huber (SUI) / 9:49.29,2
7. Hannes Genze (GER) - Jochen Käß (GER) / 9:53.21,2
8. Mannie Heymans - Marc Bassingthwaigthe (NAM) / 9:56.55,4
9. José Hermida (SPA) - Moritz Milatz (GER) / 10:10.04,3
10.Kristian Torgersen - Martin Bratland (NOR) / 10:20.27,4
11.Lukas Flückiger (SUI) - Mathias Flückiger (SUI) / 10:28.11,3